Der
Duft ist von einer Rosenblüte nicht wegzudenken, trotzdem wurde er hin
und wieder weggezüchtet.
Es
gibt ja viele Pflanzen, die herrlich duften. Wenn wir an die Wanderungen
durch die Macchia auf Korsika denken, nehmen wir schon den Duft von
Lavendel, Rosmarin und anderen Lippenblütlern wahr. Verschiedene Düfte
haben sicherlich auch unterschiedliche Wirkungen auf uns Menschen, und
so gilt der Duft des Lavendels als beruhigend und schlaffördernd, der
des Rosmarins als anregend und konzentrationsfördernd. Wie könnte es
auch anders sein, als dass dem Duft der Rose eine harmonisierende und
ausgleichende Wirkung zugeschrieben wird.
Durch
Destillation wird schon seit alters her Rosenöl gewonnen und zu Parfüm
verarbeitet. Um 1kg Rosenöl zu destillieren, benötigt man ca. 3000 kg
Rosenblüten. Vermutlich ist das nicht der einzige Grund für die
Wertschätzung des Rosenparfüms.
Die
Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) berichtete:
"...und
wer jähzornig ist, der nehme die Rose und weniger Salbei und zerreibe
es zu Pulver. Und in jener Stunde, wenn ihm der Zorn aufsteigt, halte es
an seine Nase. Denn der Salbei tröstet, die Rose erfreut..."
Warum
erfreut uns Menschen gerade der Rosenduft besonders? Was ist mit den Düften
von Veilchen, Iris, Jasmin...? Leider verfüge ich nicht über die Möglichkeit,
die Duftstoffe der Rose genauer untersuchen zu können. Die Forschung
weiß zu berichten, dass die chemische Zusammensetzung des Rosenduftes
sehr kompliziert ist und dass sie auf die Endorphinproduktion (Glückshormon)
im menschlichen Körper positiv einwirkt. Schließlich wird Rosenduft
auch in der Aromatherapie zur ergänzenden Behandlung von Depressionen
eingesetzt. Könnte es nicht sein, dass in den chemischen Formeln oder
Molekülen Gesetzmäßigkeiten verborgen sind, die wiederum zum Goldenen
Schnitt und Pentagramm Beziehungen haben? Auf jeden Fall ist etwas
Besonderes im Rosenduft, was ihn einzigartig und hervorragend macht.