Unterhalb der Blütenhülle, dem
sog. Perigon, finden wir die drei in schmale Abschnitte zerteilten
haarigen Hochblätter, aus denen der eigentliche Blütenstängel entspringt
(ganz nach Anemonenart - Anemone pulsatilla L.).

Die feingliedrigen
Grundblätter werden schon im heißen und trockenen Sommer wieder eingezogen
und von der Pflanze sind allenfalls noch die bis zu 25 cm in die Länge
gewachsenen Stängel mit ihren Fruchtstände zu sehen. Die Griffel der Blüte
wurden zu langen, zottigen Flughaaren umgebildet, der Wind verbreitet die
Samen.
Die ganze Pflanze ist giftig.
Sie enthält das Alkaloid Protoanemonin, Saponin, Glykoside und ätherische
Öle.
Medizinisch wird Pulsatilla gegenwärtig nur in homöopathischen Dosen
angewendet und das bei vielerlei Krankheitsbildern, allen voran jedoch
Menstruationsbeschwerden, Migräne, Depressionen und Hautleiden.
Protoanemonin wirkt auf die Haut und außerordentlich stark
reizend auf die
Schleimhäute mit Rötung, Schwellung und Blasenbildung und oft auch
Geschwürbildung.
Vergiftungserscheinungen, laut Roth, Daunderer, Kormann: Zuerst Erregung,
dann Lähmung des Zentralnervensystems, Übelkeit, Benommenheit, Atemlähmung,
Nierenschädigung, Schock.