Wie schon der Name „Sumpf-Dotterblume“
verrät, treffen wir die mehrjährige Pflanze auf sumpfigen Standorten an.
Nasse Wiesen, Ufer , Wassergräben, Sümpfe, Flachmoore, Auenwälder und
ähnliche Biotope sind die typischen Lebensräume. Wenn der Standort dann
noch über einen nährstoffreichen, humosen Lehm- oder Tonboden verfügt, der
auch mäßig sauer sein darf, bilden sich oft große, individuenreiche
Bestände, die zur Blütezeit im März bis Mai auffallend gelb leuchten.

Aus einem kurzen Wurzelstock treiben im Frühjahr bis ca. 30 cm aufsteigend
die grünen, manchmal rötlich überlaufenen Stängel. Dort wo deren Knoten
dem Erdboden aufliegen, entsprießen oft Wurzeln. An diesen oberwärts reich
verzweigten Stängeln und Zweigen sitzen die relativ großen dottergelben
Blüten einzeln oder zu zweien.
Die Blütenknospen sind im geschlossenen Zustand
noch grünlich. Sobald sich die Knospen zur offenen Blütenschale entfalten,
färben sich die Innenseiten und später auch die Außenseiten der einfachen
Blütenhüllen glänzend dottergelb um. Es finden sich keine Kelchblätter
unterhalb der einfachen Blütenhülle, denn hier scheinen Kelchblätter und
Blütenkronblätter eines zu sein, ein jedes zu seiner Zeit (siehe auch: „Die
variablen Blütenbauteile“ der Ranunculaceae).
Die zahlreichen Staubblätter locken Bienen und Hummeln zur Bestäubung an.

Die „krautigen“ Laubblätter mit ihrer rundlichen, nierenförmigen Gestalt
und ihrem mehr oder weniger unregelmäßig gezähnten Blattrand sind
dunkelgrün und matt glänzend. Sie werden zwar von unten an der Pflanze
nach oben hin immer kleiner, eine die Blattform verändernde
Blattmetamorphose, wie es zum Beispiel beim Scharfen Hahnenfuß gut zu
beobachten ist, gibt es jedoch hier nicht.
Schon im Juni, bald nach dem Verblühen der goldgelben Blütenpracht bilden
sich an den Stängelenden die für Hahnenfußgewächse typischen Balgfrüchte
und in ihnen zahlreiche Samenkörnchen, die dann nach der Reife durch
Erschütterung des Samenstandes ausgestreut und vom Wasser verschleppt und
verbreitet werden.

In früheren Zeiten wurden angeblich die Blütenknospen als Kapernersatz
verzehrt. Auch die ganz jungen Laubblätter wurden in sog. Frühlingssalaten
verwendet. Es ist jedoch noch relativ unklar, ob und welche Giftstoffe die
Pflanze in welchem Stadium ihrer Entwicklung enthält und von daher wird
von der Nutzung der Sumpf-Dotterblume als Nahrung und als Heilpflanze
dringend abgeraten.
In der Homöopathie wird sie auch heute noch angewendet bei Husten,
Keuchhusten, Bronchitis und Regelbeschwerden junger Frauen.