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Der Hain-Gilbweiderich (Lysimachia
nemorum) ist mit dem Pfennigkraut verwandt. Er besiedelt Schlucht- und
Auenwälder. Sein Standort muss nährstoffreich, kalkarm, lehmig-humos und vor
allem feucht oder nass sein, dann bildet das Kraut lockere Bestände. Jedoch
fallen diese dem Wanderer selbst zur Blütezeit im Mai und Juni kaum auf.
Der aufsteigende Stängel (5 - 15 cm) bewurzelt und verzweigt sich an den
Blattansatzstellen, den Nodien. Die eiförmigen Blätter sitzen gegenständig
am Trieb. Aus jeder Achsel der oberen Blätter ragt je ein 2 – 3 cm langer,
ganz dünner Blütenstiel, der dennoch aufrecht die gelbe fünfsternförmige
Blüte (ca. 1 cm Durchmesser) trägt. So wie der Kelch mit seinen fünf schmal-lanzettlichen Zipfeln
am Grunde verwachsen ist, so ist auch die Blütenkrone nur an der Basis
verwachsen, ansonsten aber weit geöffnet und ausgebreitet. Es handelt sich
also nicht um fünf einzelne Blütenkronblätter, sondern um eine verwachsene
Blütenkrone bzw. Glocke, wie es für
Primelgewächse typisch ist (siehe Schlüsselblume).
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Foto & Copyright
Michael Feiler
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