Aus
dem Kaukasusgebiet kam einst die zierliche Iris reticulata als Frühlings-
und Gartenblume zu uns und ist nun in vielen Gärten und Parks
verbreitet und beliebt. Recht variabel im Erscheinungsbild,
unterscheidet der Gärtner mehrere Unterarten und Zuchtformen:
"Joyce", "Edward", "Purple Gem"... Sie
unterscheiden sich durch Farbnuancen, so hat zum Beispiel Iris
reticulata "Purple Gem" keinen gelben Fleck auf ihrem Hängeblatt.
Alle
sind zur Blütezeit im Februar und März etwa 10 cm hoch, jedoch wachsen
nach der Blütezeit die 4-kantigen, linealen Blätter wesentlich in die
Länge und können 30 cm hoch werden, bevor sie sich
dann im Sommer einziehen und verschwinden. Die winterharte Pflanze überdauert
in einer kleinen Zwiebel, die sich vegetativ über Brutzwiebeln
vermehrt. An sonnig warmen Standorten, auf durchlässigen Böden bilden
sich bald leuchtend blau-violette "Nester", und kombiniert mit
gelben Krokussen (zu den blau-lilafarbenen Frühlingskrokussen passen
sie farblich nicht) zaubern wir mit ihnen ein farbenfrohes Frühlingserwachen
in unsere Steingärten und Rabatten.

