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Iris / Aus der Vergangenheit

 

Die Iris ist eine vielgestaltige, außergewöhnliche und vor allem schöne Pflanzengattung, die schon sehr früh das Interesse der Menschen auf sich gezogen hat. Die Fresken im minoischen Tempel Knossos auf Kreta dürften wohl die ältesten noch erhaltenen Irisdarstellungen sein und stammen aus der Zeit um 1500 v. Chr. In allen Kulturen finden wir die Iris in einer symbolischen Sonderstellung unter den Blumen. Im alten Ägypten symbolisiert sie die Beredsamkeit, in der mohammedanischen (islamischen) Kultur ist sie ein Zeichen des Wohlstandes, der dadurch auch den Toten wieder zuteil kommen soll, indem man sie auf Gräbern anpflanzt. Vielleicht liegt darin der Grund, weshalb man auch heute noch sehr oft Iris albicans im Mittelmeerraum auf und um Friedhöfe antrifft. Iris albicans stammt ursprünglich aus Saudi-Arabien und wurde vermutlich durch die Sarazenen im Mittelmeergebiet verbreitet. Iris auf Friedhöfen, in Kirchen, Klöstern oder Tempeln, ergeben ein besonderes symbolisches Bild, denn Iris ist die Götterbotin, die die Seelen der verstorbenen Menschen auf der Bahn des Regenbogens, in das Reich des ewigen Friedens begleitete. Durch Mönche und Kreuzritter fand die Bartiris den Weg über die Alpen in den Norden und wurde von da an bei uns in Gärten, vor allem in Klostergärten kultiviert.

 

Wenn auch die Rose die Königin der Blumen ist, die Iris ist eine Göttin.

 

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Zu den Iridaceae

 

  1. Die Farben der Iris

  2. Das Schwert und die Lilie

  3. Der außergewöhnliche Bauplan

  4. Verblühen um zu reifen

  5. Rhizom, Knolle oder Zwiebel

  6. Die Biotope der Iris

  7. Aus der Vergangenheit

 

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