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Die unscheinbare Gras-Schwertlilie

 

Die Gras-Schwertlilie ist farblich der Sibirischen Schwertlilie sehr ähnlich. Doch im Wuchs und in der Form ist sie bescheidener und unscheinbarer. Wie der Name Gras-Schwertlilie (Iris graminea) schon andeutet, sind ihre Blätter grasartig ½ cm bis 1 cm breit und bis etwa 1 m lang. Sie entspringen aus einem dichten Horst, der aus relativ dünnen und kurzen Rhizomen besteht. Der blütentragende Stängel, in der Regel nur ein- oder zweiblütig, ist flachgedrückt und zweikantig. Er überragt die Blätter nicht. Dadurch sind die relativ kleinen Irisblüten im Irislaub versteckt und fallen uns kaum auf. Aber wenn wir uns diesen nähern, können wir ihren herrlich fruchtigen Duft wahrnehmen. Ihre äußeren Blütenblätter, die Hängeblätter der Iris graminea,  sind nur ca. 3 cm lang, ihre Ränder meist etwas aufgerollt und ähnlich wie die Hängeblätter der Sibirischen Schwertlilie gezeichnet.

Ihr Biotop ist mageres Grasland mit kalkreichem und stickstoffsalzarmem, steinigem oder sandigem Boden, der locker, warm und eher trocken sein sollte.

Die Heimat der Gras-Schwertlilie ist das Mittelmeergebiet. Bei uns in Deutschland wurde sie früher als Zierpflanze, aber auch als Heilpflanze in Gärten kultiviert. Gelegentlich ist Iris graminea aus der Kultur verwildert und bildete „natürliche“ Vorkommen, die aber nur selten beständig waren, da sie weder Düngung noch Mahd toleriert.

 

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