In manchen Flusstälern der Schwäbischen Alb können wir im März gleich zweierlei recht seltene und unter Naturschutz stehende Frühlingsblumen in ausgedehnten Beständen bewundern: Während auf der nach Süden ausgerichteten, nicht allzu feuchten, mit  Buchenwald bewachsenen Talflanke die Leberblümchen beginnen, ihren blauen Schleier auf dem Waldboden auszubreiten, leuchten uns von der gegenüber liegenden Talseite her die üppigen Bestände der Märzenbecher weißlich herüber. Dort sind die feuchten und bemoosten Nordhänge des Tales über und über bedeckt mit Leucojum vernum.

Ich verzichte hier auf eine eingehende Pflanzenbeschreibung, da diese Frühlingsblume, genau wie ihre kleine Schwester, das Schneeglöckchen, in unseren Gärten wohl bekannt ist. Lediglich auf die im Gegensatz zum Schneeglöckchen gleich langen Perigonblättchen, mit ihrem gelblichgrünen Fleck und auf den für  Amaryllidaceae ganz typischen unterständigen Fruchtknoten sowie auf den dünnen, deutlich zusammengedrückten Stängel soll an dieser Stelle hingewiesen sein.

Auch diese Frühlingsblume enthält giftige Alkaloide (siehe auch Galanthus nivalis). Die glockenförmigen Blüten duften angenehm süßlich.

 

 

 

Ausschnitt aus Dia 35 mm

Dia 35 mm
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Michael Feiler

 

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