In manchen Flusstälern der Schwäbischen Alb können
wir im März gleich zweierlei recht seltene und unter Naturschutz stehende
Frühlingsblumen in ausgedehnten Beständen bewundern: Während auf der nach
Süden ausgerichteten, nicht allzu feuchten, mit Buchenwald bewachsenen Talflanke die
Leberblümchen beginnen, ihren blauen Schleier auf dem Waldboden
auszubreiten, leuchten uns von der gegenüber liegenden Talseite her die
üppigen Bestände der Märzenbecher weißlich herüber. Dort sind die feuchten
und bemoosten Nordhänge des Tales über und über bedeckt mit Leucojum vernum.
Ich verzichte hier auf eine eingehende
Pflanzenbeschreibung, da diese Frühlingsblume, genau wie ihre kleine
Schwester, das Schneeglöckchen,
in unseren Gärten wohl bekannt ist. Lediglich auf die im Gegensatz zum
Schneeglöckchen gleich langen Perigonblättchen, mit ihrem gelblichgrünen
Fleck und auf den für Amaryllidaceae
ganz typischen unterständigen Fruchtknoten sowie auf den dünnen, deutlich
zusammengedrückten Stängel soll an dieser Stelle hingewiesen sein.
Auch diese Frühlingsblume enthält giftige
Alkaloide (siehe auch Galanthus
nivalis). Die glockenförmigen Blüten duften angenehm süßlich.
